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Lob der Frauen
Nun will ich mit dem reinsten Klang
Mein Saitenspiel wohl rühren,
Nun soll sich meines Liedes Sang
Die höchste Wette küren,
Dass Aller Augen auf mich schau'n,
Wenn ich die Kunst erprobe,
Euch holden Mädchen, schönen Frau'n
Zu Liebe und zu Lobe.
Gegrüßet seid mit allem Preis,
Ihr Zarten, Süßen, Losen,
Ihr stolzen, schlanken Lilien weiß
Und ihr, ihr roten Rosen!
Ihr aller Schuld ein Schirm und Dach,
Ein Schild vor allem Leide,
Voll milder Güte ein klarer Bach,
Eine schimmernde Augenweide.
Ihr seid ein edler Würzewein,
Der Liebe Ingesiegel,
Voll süßer Lust ein goldner Schrein,
Der Treue starker Riegel.
Wenn ihr euch lieb und hold mir neigt
Mit eurem Gruß und Segen,
Mir's inniglich zu Herzen steigt
Wie duftiger Maienregen.
Und lächelt mir euer roter Mund,
So bin ich schon eu'r eigen,
Und was mir blüht auf Herzensgrund,
Das kann ich nicht verschweigen.
Minniglich will ich sel'ger Mann
Euch in die Augen schauen,
So lang' ich singen und sagen kann,
Will ich lieben und loben die Frauen.
(Julius Wolff)
Julius Wolff gilt als Butzenscheibendichter. Da könnte etwas dran sein.
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dachte ich als ich an diesem Plakat vorbei ging. Mal eben Roman Herzog mit seinem neoliberalen Verdikt nachträglich einen in den Kaffee zu tun. „Respekt!“ , dachte ich, „das hätte ich der Linken nicht zugetraut.“
Auf den zweiten Blick ist dann doch alles anders.
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Schillers Lob der FrauenDer Verweis auf den Wiener Theaterdirektor Emanuel Schikaneder, der das Libretto zu Mozarts Zauberflöte verfasst hat, zielt wohl auf den Schluss der Oper: Tamino und Pamina versprechen sich ewige Liebe, Treue und wollen einen Haufen Kinder:
Ehret die Frauen! Sie stricken die Strümpfe,
Wollig und warm, zu durchwaten die Sümpfe,
Flicken zerrißene Pantalons aus;
Kochen dem Manne die kräftigen Suppen,
Putzen den Kindern die niedlichen Puppen,
Halten mit mäßigem Wochengeld Haus.
Doch der Mann, der tölpelhafte
Find't am Zarten nicht Geschmack.
Zum gegohrnen Gerstensafte
Raucht er immerfort Taback;
Brummt, wie Bären an der Kette,
Knufft die Kinder spat und fruh;
Und dem Weibchen, nachts im Bette,
Kehrt er gleich den Rücken zu. u.s.w.
Erwiederung der Jungfrauen und Junggesellen.
Die Jungfrauen.
Du schiltst die Männer, um die Frau'n zu loben.
Wie ungeschickt, o Schiller! wie verschroben!
Wir können nicht den Bräutigam entbehren:
Nun willst du uns, ihn zu verabscheu'n, lehren?
Nein, geh zu Rath bei'm Wiener Schikaneder!
Der giebt das Seine Jedem so wie Jeder.
»Bei Männern, welche Liebe fühlen,
Fehlt auch ein gutes Herze nicht.
Die sanften Triebe mitzufühlen
Ist dann der Weiber erste Pflicht.
Mann und Weib und Weib und Mann
Reichen an die Gottheit an.«
Die Junggesellen.
Pereat Schiller!
Wir fragen: Was will er?
Der moralische Phantast
Macht uns Männer den Frauen verhaßt.
Wären wir beide so, wie er sagt,
So wären wir mit einander geplagt.
Unser Schikaneder lebe!
Laßt uns seine weisen Lehren
Eifrig durch die That bewähren!
Jeder edle Jüngling strebe
So wie jedes holde Weib,
Daß im Bund von Seel' und Leib
Nach dem heil'gen Schwur der Treue
Alles sich des Lebens freue,
Und die junge Welt erneue.
(August Wilhelm Schlegel)
Es ist das höchste der Gefühle,
Wenn viele, viele, viele, viele,
Pa, pa, pa, pa, pa, pa, geno
Pa, pa, pa, pa, pa, pa, gena
Der Segen froher Eltern seyn;
Wenn dann die kleinen um sie spielen,
Die Eltern gleiche Freude fühlen,
Sich ihres Ebenbildes freun.
O welch ein Glück kann grösser seyn?
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„Ey, jetzt wart doch mal!“
„Was’n?“ will ihr Kerl wissen.
„Jetzt wart doch mal!“
„Hng?“
„Jetzt wart doch endlich, da machen mich ein paar alte Säcke blöd an! Stefan! Sag doch was!“
Also, denke ich so bei mir: In meiner Jugend hätten die Punkmädels die „alten Säcke“ völlig ohne Hilfe des dazugehörigen Kerls angerotzt. Etwa so: „Ey, du blöder Sack, brauchst du eins aufs Maul?“
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Würde der FrauenAch ja, des Schillers Frauen, die unter züchtigem Schleier ihren liebenden Fleiß aller Welt vorstellen. Ich gehöre ja noch einer Generation an, die solche Gedichte auswendig lernen mussten. (nichts gegen das Auswendig lernen von Gedichten, by the way.)
Ehret die Frauen! sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
Ewig aus der Wahrheit Schranken
Schweift des Mannes wilde Kraft;
Unstät treiben die Gedanken
Auf dem Meer der Leidenschaft;
Gierig greift er in die Ferne,
Nimmer wird sein Herz gestillt;
Rastlos durch entlegne Sterne
Jagt er seines Traumes Bild.
Aber mit zauberisch fesselndem Blicke
Winken die Frauen den Flüchtling zurücke,
Warnend zurück in der Gegenwart Spur.
In der Mutter bescheidener Hütte
Sind sie geblieben mit schamhafter Sitte,
Treue Töchter der frommen Natur.
Feindlich ist des Mannes Streben,
Mit zermalmender Gewalt
Geht der wilde durch das Leben,
Ohne Rast und Aufenthalt.
Was er schuf, zerstört er wieder,
Nimmer ruht der Wünsche Streit,
Nimmer, wie das Haupt der Hyder
Ewig fällt und sich erneut.
Aber, zufrieden mit stillerem Ruhme,
Brechen die Frauen des Augenblicks Blume,
Nähren sie sorgsam mit liebendem Fleiß,
Freier in ihrem gebundenen Wirken,
Reicher, als er, in des Wissens Bezirken
Und in der Dichtung unendlichem Kreis.
Streng und stolz, sich selbst genügend,
Kennt des Mannes kalte Brust,
Herzlich an ein Herz sich schmiegend,
Nicht der Liebe Götterlust,
Kennet nicht den Tausch der Seelen,
Nicht in Thränen schmilzt er hin;
Selbst des Lebens Kämpfe stählen
Härter seinen harten Sinn.
Aber, wie leise vom Zephyr erschüttert,
Schnell die äolische Harfe erzittert,
Also die fühlende Seele der Fraun.
Zärtlich geängstet vom Bilde der Qualen,
Wallet der liebende Busen, es strahlen
Perlend die Augen von himmlischem Thau.
In der Männer Herrschgebiete
Gilt der Stärke trotzig Recht;
Mit dem Schwert beweist der Scythe,
Und der Perser wird zum Knecht.
Es befehden sich im Grimme
Die Begierden wild und roh,
Und der Eris rauhe Stimme
Waltet, wo die Charis floh.
Aber mit sanft überredender Bitte
Führen die Frauen den Scepter der Sitte,
Löschen die Zwietracht, die tobend entglüht,
Lehren die Kräfte, die feindlich sich hassen,
Sich in der lieblichen Form zu umfassen,
Und vereinen, was ewig sich flieht.
(Friedrich Schiller)
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heute: der Maskulinist!
Maskulinist, der
ist von weiblicher Ranküne und Wollust umzingelt, er wird von Feministinnen unterjocht und zu allem Überfluss macht ihm der Staatsfeminismus in Gestalt von Gleichstellungsgesetzen und Frauenbeauftragten das Leben schwer. Stellen, die ihm seit je zustanden, werden nun von Frauen besetzt. Bald ist man als Maskulinist auch noch von den letzten Arbeitsplätzen ausgeschlossen. Mit anderen Worten der Maskulinist ist die dämlichere Variante des Chauvi. Wobei die Beschwerde über die Nichtberücksichtigung der Maskulinisten bei den Jobs ja berechtigt ist. Wer stellt nicht lieber eine kluge, schöne Frau (vielleicht noch mit mediteranem Migrationshintergrund) ein, als einen dummen, übergewichtigen Frauenhasser, der sich den ganzen Tag über seine Benachteiligungen beklagt?
Der größte Skandal ist jedoch, dass die Maskulinisten auch noch Unterhalt für die Kinder bezahlen müssen, die ihnen durch weibliche Wollust untergeschoben wurden. (Samenraub höre ich jetzt den einen oder anderen rufen! Infam!) Verschärfend kommt hinzu, dass diese feministischen Richter, Sorgerechte in der Regel nur denen zusprechen, die auch die entsprechenden Pflichten wahrzunehmen haben.
Kurzum: der Maskulinist möchte, dass richtige Männer auch richtige Männer bleiben dürfen.
Makulinisten werden schon als Jungs in der Schule benachteiligt, weil der Unterricht feminisiert wurde. Was zweifellos richtig ist. Ich kann mich noch gut an die junge Lehrerin erinnern, die schrecklich unter Heuschnupfen litt, wunderschön war und durch ihre Vorliebe für Miniröcke uns pubertierende Jungs ganz schön vom Unterricht ablenkte. Mit einem alten versoffenen Zausel wäre das nicht passiert.
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kluges und interessantes:
amüsantes:
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Die Referendarin hingegen, die vertretungsweise einige Wochen bei uns Englisch unterrichtete, sah nicht nur Twiggy ähnlich, genau genommen trug sie lediglich ausnahmslos Miniröcke in diesem heißen Sommer, war schlank aber nicht so schauerlich dürr und trug ihre blonde Haare genauso kurz, sondern litt schrecklich unter Heuschnupfen. Damals gab es wohl noch keine wirksamen Medikamente gegen Heuschnupfen.
Tag für Tag kam sie mit rotgeränderten Augen, schniefend und übernächtigt in den Unterricht, setzte sich auf das Lehrerpult, bat für ihre Rotznase und heisere Stimme um Entschuldigung und erklärte uns, dass sie sich setzen müsse, um nicht vor Schwäche umzufallen.
Die Frauen in unsrer Klasse waren ob ihrer selbstverständlichen Weiblichkeit und deren Wirkung auf die Männerwelt unangenehm berührt, wir Jungs waren sofort verschossen.
Nicht sehr konzentrationsfördernd wirkten sich unsere Blicke unter den Minirock vorne auf der Lehrerbank aus. Natürlich konnte man nicht wirklich etwas sehen, außer einer Strumpfhose, die unter dem Rock verschwand. Für unsere Phantasien war das aber völlig ausreichend.
Für den Direktor unserer Schule war die Vorstellung, was wir uns vorstellten auch völlig ausreichend, die Referendarin war irgendwann nicht mehr da, über die Gründe ließ sich nichts herausfinden.
Warum nun ist mir das nach so vielen Jahren wieder ins Gedächtnis gerutscht? Das kam so: aus Gründen, die mir nicht mehr erinnerlich sind, wollte ich wissen, ob Johannes Agnoli, bei dem ich die eine oder andere Veranstaltung besucht habe, noch lebt und beim suchen ist mir der Gründungaufruf des Republikanischen Clubs vom Mai 1967 auf den Bildschirm gefallen und bei der Gelegenheit dachte ich so bei mir: Wann wurde eigentlich der Club Voltaire in Tübingen gegründet, den wir Anfang der 70er häufiger besuchten? War das um die gleiche Zeit?
Auf einer der Veranstaltungen im Club Voltaire (unter anderem sah/hörte ich da Poesie & Musik zum ersten Mal, ich glaube mit ihrem Heineprogramm) habe ich auf jeden Fall/glaube ich einige Jahre später unsere Englischlehrerin wieder gesehen.
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Tausend tolle Sachen, die gibt es überall zu sehen,
Manchmal muss man fragen, um sie zu verstehen.
Wer, Wie, Was, Weshalb, Wieso, Warum?
Wer nicht fragt bleibt dumm.

Was sind das für Fragen:
Wohin geht die Menschheit?
Muss ich da mit?
Soll ich mir eine andrere Haarspange kaufen?
Haben wir ein kenntnisarmes und naives Wahlprogramm?
Soll ich meinen Hauptschulabschluss nachmachen?
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Zweifel
Ich sitz auf einem falschen Schiff.
Von allem, was wir tun und treiben,
und was wir in den Blättern schreiben,
stimmt etwas nicht. Wort und Begriff.
Der Boden schwankt. Wozu? Wofür?
Kunst. Nicht Kunst. Lauf durch viele Zimmer.
Nie ist das Ende da. Und immer
stößt du an eine neue Tür.
Es gibt ja keine Wiederkehr.
Ich mag mich sträuben und mich bäumen,
es klingt in allen meinem Träumen:
Nicht mehr.
Wie gut es die neue Schicht.
Sie glauben. Glauben unter Schmerzen.
Es klingt aus allen tapfern Herzen:
Noch nicht.
Ist es schon aus? Ich warte stumm.
Wer sind Die, die da unten singen?
Aus seiner Zeit kann Keiner springen.
Und wie beneid ich Die, die gar nicht ringen.
Die habens gut.
Die sind schön dumm.
(Kurt Tucholsky)
Tucholsky ist doch immer wieder für einen Nachdenker, eine Erinnerung oder eine kleine Mahnung gut.
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Tja? Niemand liebt dich? oder liegt es daran, dass ihr mal hier mal da marschiert?
Vielleicht ging’s dir besser, wenn du mal an die frische Luft gingst? Ja / Nein
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