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Weltende
g. | Montag, 11. April 2011, 06:36 | Themenbereich: 'amuse gueule'
„Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten - liest man - steigt die Flut.
Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.“
(Jakob van Hoddis)
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... am Nebentisch
g. | Freitag, 8. April 2011, 06:46 | Themenbereich: 'Begegnungen'
Einer der Herren hatte wohl ein Nachbarschaftsfest auf der Privatstraße, aber mit öffentlichem Wegerecht, zwischen seinem und dem Nachbargrundstück organisieren wollen. Ein anderer Nachbar war früher Kommunalbeamter und wollte aus alter Verbundenheit mit seiner Profession bei der Ordnungsbehörde eine Genehmigung einholen, Recht muss schließlich Recht bleiben.
Das war ein großer Fehler.
Schon das erste Telefonat mit der Gemeinde wurde zum Desaster. Auf die Frage, wie sie denn die Straße absperren wollen, sagte er in aller Unschuld:
„Wir stellen einen Stuhl hin.“ Die Dame vom Amt wurde aufgeregt und befahl im unmissverständlich, dass nur eine ordnungsgemäße Sicherung für die Straße in Frage käme, auch ein einfaches Absperrband sei nicht ausreichend.
„Aber außer uns fährt dort doch niemand!“ und eine Sackgasse wäre es obendrein.
Wie es denn mit Parkplätzen stünde.
Parkplätze? Aber nein, aber nein, es kämmen doch nur die Nachbarn und die zu Fuß. Warum sollte man auch zum Nachbarschaftsfest mit dem Auto anreißen?
Und wie den die Verkehrsführung während der fraglichen Zeit geregelt sei?
„Verkehr? Welcher Verkehr?“
Je nun, man einigte sich, dass eine Lageskizze mit allen wesentlichen Angaben beim Amt eingereicht werden müsse, innerhalb von 14 Tagen würde dann ein Bescheid ergehen.
So geschah es und schon innerhalb einer Woche war der Ablehnungsbescheid im Briefkasten.
Dem Antrag könne nicht stattgegeben werden, da ein „anhörungsfähiger Beschilderungsplan“ fehle. Gegen diesen Bescheid ist innerhalb einer Frist von … Widerspruch möglich, werde auch der Widerspruch abgelehnt, stünde der Rechtsweg offen, Adresse des zuständigen Verwaltungsgerichts, beiliegend ein Gebührenbescheid über 100 Euro.
Tosendes Gelächter am Nebentisch.
„So kann es gehen, wenn man sich ordnungsgemäß verhält.“
„Die machen mich wahnsinnig.“
„Am schönsten fand ich den „nicht anhörungsfähiger Beschilderungsplan“, was ist den das?“
„Ach was weiß ich? Vielleicht legen die das dem Gemeinderat vor?“
„Ich kannte mal jemand, der war für „nicht genehmigungsbedürftige Lärmemissionen“ zuständig. Da braucht man auch eine Zeit, bis man das verstanden hat.“
Brüllendes Gelächter dazwischen. Leider habe ich nicht alles verstanden, vor allem nicht, wie es sich weiter entwickelt hat, aber die Herren hatten offensichtlich viel Spaß.
Das war ein großer Fehler.
Schon das erste Telefonat mit der Gemeinde wurde zum Desaster. Auf die Frage, wie sie denn die Straße absperren wollen, sagte er in aller Unschuld:
„Wir stellen einen Stuhl hin.“ Die Dame vom Amt wurde aufgeregt und befahl im unmissverständlich, dass nur eine ordnungsgemäße Sicherung für die Straße in Frage käme, auch ein einfaches Absperrband sei nicht ausreichend.
„Aber außer uns fährt dort doch niemand!“ und eine Sackgasse wäre es obendrein.
Wie es denn mit Parkplätzen stünde.
Parkplätze? Aber nein, aber nein, es kämmen doch nur die Nachbarn und die zu Fuß. Warum sollte man auch zum Nachbarschaftsfest mit dem Auto anreißen?
Und wie den die Verkehrsführung während der fraglichen Zeit geregelt sei?
„Verkehr? Welcher Verkehr?“
Je nun, man einigte sich, dass eine Lageskizze mit allen wesentlichen Angaben beim Amt eingereicht werden müsse, innerhalb von 14 Tagen würde dann ein Bescheid ergehen.
So geschah es und schon innerhalb einer Woche war der Ablehnungsbescheid im Briefkasten.
Dem Antrag könne nicht stattgegeben werden, da ein „anhörungsfähiger Beschilderungsplan“ fehle. Gegen diesen Bescheid ist innerhalb einer Frist von … Widerspruch möglich, werde auch der Widerspruch abgelehnt, stünde der Rechtsweg offen, Adresse des zuständigen Verwaltungsgerichts, beiliegend ein Gebührenbescheid über 100 Euro.
Tosendes Gelächter am Nebentisch.
„So kann es gehen, wenn man sich ordnungsgemäß verhält.“
„Die machen mich wahnsinnig.“
„Am schönsten fand ich den „nicht anhörungsfähiger Beschilderungsplan“, was ist den das?“
„Ach was weiß ich? Vielleicht legen die das dem Gemeinderat vor?“
„Ich kannte mal jemand, der war für „nicht genehmigungsbedürftige Lärmemissionen“ zuständig. Da braucht man auch eine Zeit, bis man das verstanden hat.“
Brüllendes Gelächter dazwischen. Leider habe ich nicht alles verstanden, vor allem nicht, wie es sich weiter entwickelt hat, aber die Herren hatten offensichtlich viel Spaß.
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Wundersame Maschinen XIII
g. | Donnerstag, 7. April 2011, 06:51 | Themenbereich: 'so dies und das'
„Automatische Musikwerke, mechan. Kunstwerke, meistens in einfacher Kasten- oder Dosenform (Spieldosen), oft aber auch in der Form von Menschen oder Vögeln, die aus sich selbst heraus Melodien hervorzubringen scheinen, in Wirklichkeit aber Spieluhren, d. h. durch Federn, Gewichte u. dgl. bewegte Walzen oder Blasebälge enthalten, durch welche Stahlzungen, Pfeifen u. s. w. zum Tönen gebracht werden. Derartige A. M. waren vielleicht schon dem Altertum bekannt; Alexander d. Gr. soll eins, einen Baum mit singenden Vögeln darstellend, in Kleinasien vorgefunden haben. Im Mittelalter verband man solche Spielwerke mit den Uhren aus den Kirchtürmen. Im 17. Jahrh. stellte man ganze Orchester mit großen Maschinerien zusammen, hielt aber den Bau meist geheim. So gab es 1676 automatische Orgeln in fast allen großen Städten Europas, besonders in Mittelitalien. Im 18. und 19. Jahrh. zeichnete sich im Bau von A. M. die Familie Kaufmann (s. d.) in Sachsen aus. Aus ihren Versuchen ging 1851 das Orchestrion (s. d.) hervor. Ähnliche A. M. sind Kaufmanns Bellonion, Chordaulodion, Symphonion, das Apollonikon (s. d.), die Musikschränke mit Flötenwerken, die zu Anfang des 19. Jahrh, weit verbreitet waren. Hierher gehören auch die selbstthätigen Genfer Spieluhren (s. d.) und das Symphonion (s. d.), während die Drehorgeln (s. d.), die Aristons (s. d.), Herophons und ähnliche Instrumente nicht automatisch sind, sondern nur dann spielen, wenn man eine Kurbel dreht.“
(F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896)
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Deutschland in Interviews
g. | Mittwoch, 6. April 2011, 07:00 | Themenbereich: 'Fundstuecke'
Austin Lynch, der Sohn von David Lynch, ist mit seinem Freund Jason S., einem Fotografen aus New York einige Wochen durch Deutschland gefahren und hat Menschen interviewt, die er zufällig getroffen hat.
Sein Vater stellt das Projekt vor:
Es lohnt sich.
Sein Vater stellt das Projekt vor:
Es lohnt sich.
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Brentano ist Schuld,
g. | Dienstag, 5. April 2011, 06:55 | Themenbereich: 'Notate und Anmerkungen'
schließlich hat er die unselige Maid auf der Loreley erfunden und seither treibt sie ihr Unwesen. So nimmt es nicht Wunder, dass zuletzt am 13. Januar 2011 ein, mit 2400 Tonnen konzentrierter Schwefelsäure beladenes Tankschiff vor der Lorely kenterte.
Die Folie für seine Sage von der schönen Zauberin, die aus Liebeskummer die Schiffe auf dem Rhein ins Verderben stürzt dürfte der Echo-Mythos sein.
Eichendorffs Loreley hatten wir schon.
1932, einhundert Jahre später nahm Erich Kästner den Stoff noch einmal auf:
Die Folie für seine Sage von der schönen Zauberin, die aus Liebeskummer die Schiffe auf dem Rhein ins Verderben stürzt dürfte der Echo-Mythos sein.
LoreleyDer Nächste in der Reihe war Otto von Loeben, der sich meist Isidorus Orientalis nannte:
Zu Bacharach am Rheine
wohnt' eine Zauberin,
die war so schön und feine
und riß viel Herzen hin.
Und machte viel zuschanden
der Männer rings umher,
aus ihren Liebesbanden
war keine Rettung mehr!
Der Bischof ließ sie laden
vor geistliche Gewalt
und mußte sie begnaden,
so schön war ihr' Gestalt.
Er sprach zu ihr gerühret:
"Du arme Lore Lay!
Wer hat dich denn verführet
zu böser Zauberei?"
"Herr Bischof, laßt mich sterben,
ich bin des Lebens müd,
weil jeder muß verderben,
der meine Augen sieht'
Die Augen sind zwei Flammen,
mein Arm ein Zauberstab -
schickt mich in die Flammen,
o brechet mir den Stab!"
Ich kann dich nicht verdammen,
bis du mir erst bekennt,
warum in deinen Flammen
mein eignes Herz schon brennt!
Den Stab kann ich nicht brechen,
du schöne Lore Lay!
Ich müßte denn zerbrechen
mein eigen Herz entzwei!
"Herr Bischof, mit mir Armen
treibt nicht so bösen Spott
und bittet um Erbarmen
für mich den lieben Gott?
Ich darf nicht länger leben,
ich liebe keinen mehr, -
den Tod sollt Ihr mir geben,
drum kam ich zu Euch her!
Mein Schatz hat mich betrogen,
hat sich von mir gewandt,
ist fort von mir gezogen,
fort in ein fremdes Land.
Die Augen sanft und wilde,
die Wangen rot und weiß,
die Worte still und milde,
das ist mein Zauberkreis.
Ich selbst muß drin verderben,
das Herz tut mir so weh,
vor Schmerzen möcht' ich sterben,
wenn ich mein Bildnis seh'.
Drum laß mein Recht mich finden,
mich sterben wie ein Christ,
denn alles muß verschwinden,
weil es nicht bei mir ist! -
Drei Ritter läßt er holen:
"Bringt sie ins Kloster hin!
Geh, Lore! Gott befohlen
sei dein berückter Sinn!
Du sollst ein Nönnchen werden,
ein Nönnchen schwarz und weiß,
bereite dich auf Erden
zu deines Todes Reis' ! -
Zum Kloster sie nun ritten,
die Ritter alle drei
und traurig in der Mitten
die schöne Lore Lay.
"O Ritter, laßt mich gehen
auf diesen Felsen groß,
ich will noch einmal sehen
nach meines Lieben Schloß.
Ich will noch einmal sehen
wohl in den tiefen Rhein
und dann ins Kloster gehen
und Gottes Jungfrau sein!"
Der Felsen ist so jähe,
so steil ist seine Wand,
doch klimmt sie in die Höhe,
bis daß sie oben stand.
Es binden die drei Reiter
die Rosse unten an
und klettern immer weiter
zum Felsen auch hinan.
Die Jungfrau sprach: "Da gehet
ein Schifflein auf dem Rhein,
der in dem Schifflein stehet,
der soll mein Liebster sein!
Mein Herz wird mir so munter,
er muß mein Liebster sein!"
Da lehnt sie sich hinunter
und stürzet in den Rhein.
Die Ritter mußten sterben,
sie konnten nicht hinab;
sie mußten all' verderben,
ohn' Priester und ohn' Grab!
Wer hat dies Lied gesungen?
Ein Schiffer auf dem Rhein,
und immer hat's geklungen
von dem Dreirittetstein:
Lore Lay!
Lore Lay!
Lore Lay!
Als wären es meiner drei!
(Clemens Brentano 1801)
Der LurleyfelsDie Fassung von Heinrich Heine kennt ja jeder:
Da wo der Mondschein blitzet
Um's höchste Felsgestein,
Das Zauberfräulein sitzet,
Und schauet auf den Rhein.
Es schauet herüber, hinüber,
Es schauet hinab, hinauf,
Die Schifflein ziehn vorüber,
Lieb' Knabe, sieh' nicht auf
Sie singt dir hold zum Ohre,
Sie blickt dich thöricht an,
Sie ist die schöne Lore,
Sie hat dir's angethan.
Sie schaut wohl nach dem Rheine,
Als schaute sie nach dir,
Glaub's nicht daß sie dich meine,
Sieh' nicht, horch nicht nach ihr!
So blickt sie wohl nach allen
Mit ihrer Äuglein Glanz,
Läßt her die Locken wallen
Unter dem Perlenkranz.
Doch wogt in ihrem Blicke
Nur blauer Wellen Spiel,
Drum scheu die Wassertücke,
Denn Flut bleibt falsch und kühl.
(Otto Heinrich Graf von Loeben 1821)
LoreleyHeine betörte damit die halbe Welt. Sein Lied wurde mehrfach vertont. Die berühmteste Vertonung ist von Friedrich Silcher 1837, dann schrieb 1841 und in überarbeiteter Fassung 1856 Franz Liszt eine Melodie. 1843 folgte dann Clara Schuhmann. Auch heute noch scheint sich der eine oder andere an einer Vertonung zu versuchen.
Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.
Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.
(Heinrich Heine: Buch der Lieder 1827)
Eichendorffs Loreley hatten wir schon.
1932, einhundert Jahre später nahm Erich Kästner den Stoff noch einmal auf:
Der Handstand auf der LoreleyEbenfalls 1932 lobte Kurt Tucholsky die Loreley von Karl Valentin Zwecks Lachung über alle Maßen.
Nach einer wahren Begebenheit
Die Loreley, bekannt als Fee und Felsen,
ist jener Fleck am Rhein, nicht weit von Bingen,
wo früher Schiffer mit verdrehten Hälsen,
von blonden Haaren schwärmend, untergingen.
Wir wandeln uns. Die Schiffer inbegriffen.
Der Rhein ist reguliert und eingedämmt.
Die Zeit vergeht. Man stirbt nicht mehr beim Schiffen,
bloß weil ein blondes Weib sich dauernd kämmt.
Nichtsdestotrotz geschieht auch heutzutage
noch manches, was der Steinzeit ähnlich sieht.
So alt ist keine deutsche Heldensage,
daß sie nicht doch noch Helden nach sich zieht.
Erst neulich machte auf der Loreley
hoch überm Rhein ein Turner einen Handstand!
Von allen Dampfern tönte Angstgeschrei,
als er kopfüber oben auf der Wand stand.
Er stand, als ob er auf dem Barren stünde.
Mit hohlem Kreuz. Und lustbetonten Zügen.
Man frage nicht: Was hatte er für Gründe?
Er war ein Held. Das dürfte wohl genügen.
Er stand, verkehrt, im Abendsonnenscheine.
Da trübte Wehmut seinen Turnerblick.
Er dachte an die Loreley von Heine.
Und stürzte ab. Und brach sich das Genick.
Er starb als Held. Man muß ihn nicht beweinen.
Sein Handstand war vom Schicksal überstrahlt.
Ein Augenblick mit zwei gehobnen Beinen
ist nicht zu teuer mit dem Tod bezahlt!
P.S. Eins wäre allerdings noch nachzutragen:
Der Turner hinterließ uns Frau und Kind.
Hinwiederum, man soll sie nicht beklagen.
Weil im Bezirk der Helden und der Sagen
die Überlebenden nicht wichtig sind.
(Erich Kästner)
Grüßt Gott, und ich habe die Ehre,Valentins Text kann man vollständig hier nachlesen und hier (Nr. 17) hören. Bei der allseits für ihre politische Ausgewogenheit beliebten Welt gibt es eine Klickstrecke, das zweite Bild zeigt Karl Valentin als Loreley.
das heißt, ich bin halt so frei,
Sie werden mich alle wohl kennen,
man heißt mich kurz die Loreley.
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Die Bruderschaft
g. | Montag, 4. April 2011, 07:03 | Themenbereich: 'so dies und das'
Thomas Albert Sebeok war in den 80er Jahren Mitglied einer Arbeitsgruppe, die im Auftrag des Bechtel-Konzerns Vorschläge entwickeln sollte wie man künftige Generationen vor den Gefahren des radioaktiven Mülls warnen könnte. Da die Hinterlassenschaften auch in 20 000 Jahren oder mehr (Plutonium 239 etwa hat eine Halbwertszeit von 24 000 Jahren) noch für Menschen gefährlich sein werden, sollten künftige Generationen möglichst über die Lagerstätten und ihren Inhalt informiert werden.
Das Problem ist ja nicht ohne, wenn man 20 000 Jahre in unsere Vergangenheit zurückgeht, stellt man fest, dass die Menschen dieser Zeit weder unsere Sprachen noch unsere Zeichensysteme gekannt haben. Eine Institution, die solche Zeiträume überdauert ist nicht bekannt. Selbst Religionen bewahren Wissen nur über deutlich kürzere Zeiträume und die Aufbewahrungsform, der Mythos, zeigt gewisse Schwächen bei der Genauigkeit der Informationsübermittlung. Wenn man sich das alte Testament beispielsweise ansieht, ist ein Verlust an Präzision der überlieferten Ereignisse nicht zu leugnen. Wenn man nun diese Überlegungen in die Zukunft projiziert, wird deutlich – will man künftigen Generationen nicht weit überlegene, übermenschliche Fähigkeiten unterstellen – dass man an ein ziemlich ausgeklügeltes System der Informationsübermittlung benötigt. Wenn man nur wenige hundert Jahre zurückgeht, wird schnell klar, dass nur eine immerwährende Übersetzung der Informationen in die aktuellen Sprachen und Denkgepflogenheiten künftige Generationen vor der Gefährlichkeit der radioaktiven Abfälle warnen kann.
Thomas Seboek schlug nun eine Brüderschaft der Atomexperten vor, die sich über Jahrtausende stets selbst erneuern sollte, also eine Prieuré de Sion, eine Prieuré nucleaire. Ein faszinierender Gedanke: Stefan Mappus, Rainer Brüderle und Wolfgang Clement als Gründungsväter und erste Großmeister einer Geheimgesellschaft, die das Wissen um die Gefahren des Atommülls für die Zukunft bewahren sollen.
Das Problem ist ja nicht ohne, wenn man 20 000 Jahre in unsere Vergangenheit zurückgeht, stellt man fest, dass die Menschen dieser Zeit weder unsere Sprachen noch unsere Zeichensysteme gekannt haben. Eine Institution, die solche Zeiträume überdauert ist nicht bekannt. Selbst Religionen bewahren Wissen nur über deutlich kürzere Zeiträume und die Aufbewahrungsform, der Mythos, zeigt gewisse Schwächen bei der Genauigkeit der Informationsübermittlung. Wenn man sich das alte Testament beispielsweise ansieht, ist ein Verlust an Präzision der überlieferten Ereignisse nicht zu leugnen. Wenn man nun diese Überlegungen in die Zukunft projiziert, wird deutlich – will man künftigen Generationen nicht weit überlegene, übermenschliche Fähigkeiten unterstellen – dass man an ein ziemlich ausgeklügeltes System der Informationsübermittlung benötigt. Wenn man nur wenige hundert Jahre zurückgeht, wird schnell klar, dass nur eine immerwährende Übersetzung der Informationen in die aktuellen Sprachen und Denkgepflogenheiten künftige Generationen vor der Gefährlichkeit der radioaktiven Abfälle warnen kann.
Thomas Seboek schlug nun eine Brüderschaft der Atomexperten vor, die sich über Jahrtausende stets selbst erneuern sollte, also eine Prieuré de Sion, eine Prieuré nucleaire. Ein faszinierender Gedanke: Stefan Mappus, Rainer Brüderle und Wolfgang Clement als Gründungsväter und erste Großmeister einer Geheimgesellschaft, die das Wissen um die Gefahren des Atommülls für die Zukunft bewahren sollen.
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Stimmt
g. | Freitag, 1. April 2011, 06:42 | Themenbereich: 'amuse gueule'
„Dass das Christentum zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der History nirgends belegen lässt.“
(sagte unser Innenminister so ähnlich)
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Wundersame Maschinen XII
g. | Donnerstag, 31. März 2011, 07:08 | Themenbereich: 'so dies und das'
„Automat (grch., Selbstbeweger), dem Wortsinn nach jede mechan. Vorrichtung, welche die zu ihrem Zwecke erforderlichen Bewegungen allein durch einen in ihr verborgenen Mechanismus verrichtet. Dahin gehören z. B. Uhren, Planetarien und eine Menge industrieller Maschinen. Im engern und gewöhnlichern Sinne werden aber A. die Nachbildungen von Menschen und Tieren genannt, die vermöge des in ihrem Innern angebrachten Triebwerks die Bewegungen und Funktionen lebender Wesen nachahmen. Schon im Altertum hat es nicht an Bemühungen gefehlt, dergleichen Kunstwerke beizustellen, wie die, freilich sagenhaften, wandelnden Statuen des Dädalus aus Athen, die fliegende hölzerne Taube des Archytas von Tarent, die kriechende Schnecke des Demetrius Phalereus u. a. beweisen. Nicht minder sagenhaft ist das, was von A. des Mittelalters, namentlich den Albertus Magnus (1193-1280) und Roger Bacon (1214-94) zugeschriebenen, von Regiomontanus' (1436-76) eiserner Fliege, von dem künstlichen Adler, der dem Kaiser Maximilian I. in Nürnberg entgegengeflogen sein soll, und dergleichen mehr erzählt wird. Die Ausbildung des Uhrenbaues hat vielfach Gelegenheit gegeben, bewegliche Figuren mit den Uhrwerken selbst in Verbindung zu bringen, wie z. B. die (1547-80 verfertigte, 1838-42 wiederhergestellte) Uhr des Straßburger Münsters mit ihren zwölf Figuren und dem krähenden Hahne, ferner ähnliche Uhren zu Lübeck, Nürnberg, Prag, Olmütz u. s. w. bis herab zu dem Kuckuck an Schwarzwälder Wanduhren beweisen. Große Berühmtheit erlangten im 18. Jahrh, die A. von Vancanson aus Grenoble, die derselbe zuerst 1738 in Paris zeigte (ein Flötenspieler, ein Klarinettenbläser und eine fressende Ente), und die um 1790 von Droz Vater und Sohn aus Chaux-de-Fonds aufgestellten (ein schreibender Knabe, ein klavierspielendes Mädchen und ein zeichnender Knabe), die unter dem Namen Anderiten noch jetzt gezeigt werden. Kaufmann in Dresden (1807) verfertigte einen wirklich blasenden Trompeter; auch von Mälzl in Wien wurde später ein solcher hergestellt und gezeigt. Der zu seiner Zeit vielbesprochene Schachspieler (seit 1769) von Kempelen, ein A., der auch in neuester Zeit unter dem Namen Ajeeb wieder nachgebildet worden ist und Aufsehen erregt hat, ist nicht unter die A. zu rechnen, da dieser durch einen versteckten Menschen regiert wurde. - In neuerer Zeit ist die Bezeichnung A. für eine Einrichtung verwendet worden, die beim Verkauf von Schokoladentäfelchen, Cigarren, Eisenbahnfahrkarten, Wachskerzen, Broschüren, Postkarten, wohlriechenden Flüssigkeiten, Blumensträußchen u. dgl. die Anwesenheit eines persönlichen Verkäufers entbehrlich macht (Verkaufsautomaten); hier erfolgen die erforderlichen Bewegungen (Lösung einer Sperrung) durch das Gewicht eines eingeworfenen Geldstücks. Der Sinn der Ausdrücke Automatenwagen, Automatenpanorama, automatischer Kraftmesser, automatischer Photograph ergiebt sich hiernach von selbst.“
( F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896)
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Die großen Fragen des Lebens
g. | Mittwoch, 30. März 2011, 07:58 | Themenbereich: 'amuse gueule'
„Woher kommen wir?
Wohin gehen wir?
Is das weit?
Muss ich da mit?“
(Horst Evers)
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Der H., die Schule und der Buddhismus
g. | Dienstag, 29. März 2011, 08:25 | Themenbereich: 'Begegnungen'
Nicht dass Sie denken, die Erzählung von Jean Stubenzweig hätte etwas mit meiner Erinnerung hier zu tun hat, sie war nur der Anlass, dass mir der H. wieder ins Gedächtnis gerutscht ist.
Also der H. oder nein, beginnen wir an einer anderen Stelle.
Drogen, genauer nicht handelsübliche Drogen, waren nie so mein Ding. Selbst als Schüler war mir klar, dass das seine Grenzen haben muss. Diese notwendig einzuhaltenden Grenzen waren dem einen oder anderen Mitschüler leider egal. So experimentierten sie mit Bilsenkraut und Peyote und irgendeinem Stimulans für Rinder aus den USA, dessen Name ich vergessen habe. Mit anderen Worten, es gab eine gewisse Lässigkeit beim Drogenkonsum.
Der H. nun, experimentierte nicht, sondern nahm was er kriegen konnte: Mescalin, Heroin, Grass, Lysergsäure und was es sonst noch anregendes auf der Welt gibt. Nur Bier und Wein, das ließ er sein. Das ist ihm nicht bekommen.
Er roch in der großen Pause anstatt seine Stullen zu essen lieber an einer Rose, inhalierte ihren Duft tief in seine Lungen, um das Eingesogene dann stößchenweise wieder von sich zu geben. Wenn jemand an ihm vorbeiging, tat er kund:
„Das ist schön. Es macht mich glücklich.“ Wenn man dann am Brot kauend gegenkündete: „Joh, Rosen sind schon toll.“ erzählte er einem seine Erfahrungen mit dem Buddhismus. Entspannt seien sie, die Buddhisten, im Hier und Jetzt lebend und nicht so sehr aufs Geld aus wie hier die Leute. Sie strebten nach Einheit mit dem Kosmos und er habe sich jetzt ebenfalls auf den Weg gemacht diese Einheit zu erfahren. „Hmm!“ versuchten einige ihm zuzustimmen und sich mit ihrem Käsebrot auf eine andere Ecke des Schulhofes zu verdrücken. Der H. war ja eigentlich nett, aber eben auch anstrengend und besonders anstrengend war er, wenn er seine buddhistische Stunde hatte.
Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob er vor seinen Drogenexzessen anders war, mir ist nur in Erinnerung, dass wir ihn davon abhalten wollten alles in beliebiger Kombination auszuprobieren. Wir hatten zwar Carlos Castaneda gelesen, mochten aber den ganzen Thesen von der Bewusstseinserweiterung und den neuen Erfahrungen und Rhabarber und Kram nicht folgen. Nun ja, die Meisten wollten das nicht. H. ließ sich davon immer mehr in den Bann ziehen und da wir es ihm ausreden wollten, suchte er sich andere Freunde. In der Schule traf man sich natürlich noch, der Kontakt zu ihm brach jedoch nach und nach ab. Eines Tages stellten wir fest, dass er nur noch in seiner eigenen Welt lebte. Er hatte seinen Pfad des Wissens beschritten.
Die Lehrer an unserer Schule bekamen nach einigen Monaten auch mit, dass H. seltsam und verschlossen wirkte, aber da für sie viele ihrer Schüler seltsam und verschlossen wirkten, ignorierten sie ihn zunächst und als er immer auffälliger wurde, machten sie ihm Druck.
Er wurde öfter als andere im Unterricht dran genommen und fing sich selbstverständlich einen Vermerk im Klassenbuch ein. Bei Klassenarbeiten fehlte er meist, so dass sie über die Benotung keinen Druck auf ihn ausüben konnten. Noten waren ihm egal. Versetzung war ihm egal. Dass er in zwei Jahren dann von der Schule musste war ihm klar und es war ihm egal. So konnten sie ihm nichts anhaben. Er war bedürfnislos und frei. Das machte viele unserer Lehrer rasend.
Sie konnten ihn nur im Unterricht zwiebeln.
Ich erinnere mich an einen Morgen. H. kam ohne Tasche, denn auf die Wahrung des Anscheins hatte er seit einiger Zeit verzichtet. Er setzte sich an seinen Platz in der Mitte des Klassenraums und träumte in die Welt.
Der Unterricht begann. Ich glaube es war Englisch und wir sollten Konversation üben, wahrscheinlich irgend sowas wie „What did you do after Dinner?“ oder Holidays oder was weiß ich. Der Englischlehrer hatte es sich anscheinend vorher sehr schön ausgemalt und fing die Befragung in der Reihe, in der H. saß, an. Einer nach dem Anderen leierte genervt seinen Sermon herunter. Wir ahnten was kommen würde. Dann war H. an der Reihe:
„Now it’s your turn!“
H. reagierte nicht. Der Lehrer wiederholte seine Aufforderung. H. träumte im Klassenraum herum und hatte nichts mitbekommen. Der Lehrer brüllte los. H. schreckte zusammen und murmelte verstört:
„Was wollen Sie den von mir, ich will doch hier nur sitzen. Ich hab‘ doch nix schlimmes gemacht?“
Die Brüllerei ging weiter, der Direktor wurde geholt und H. für den Tag vom Unterricht suspendiert. Es war ihm egal. Er setzte sich einfach auf den Rasen vor der Schule und wartete bis der Unterricht zu Ende war. Dann ging er wie jeden Tag nach Hause.
Also der H. oder nein, beginnen wir an einer anderen Stelle.
Drogen, genauer nicht handelsübliche Drogen, waren nie so mein Ding. Selbst als Schüler war mir klar, dass das seine Grenzen haben muss. Diese notwendig einzuhaltenden Grenzen waren dem einen oder anderen Mitschüler leider egal. So experimentierten sie mit Bilsenkraut und Peyote und irgendeinem Stimulans für Rinder aus den USA, dessen Name ich vergessen habe. Mit anderen Worten, es gab eine gewisse Lässigkeit beim Drogenkonsum.
Der H. nun, experimentierte nicht, sondern nahm was er kriegen konnte: Mescalin, Heroin, Grass, Lysergsäure und was es sonst noch anregendes auf der Welt gibt. Nur Bier und Wein, das ließ er sein. Das ist ihm nicht bekommen.
Er roch in der großen Pause anstatt seine Stullen zu essen lieber an einer Rose, inhalierte ihren Duft tief in seine Lungen, um das Eingesogene dann stößchenweise wieder von sich zu geben. Wenn jemand an ihm vorbeiging, tat er kund:
„Das ist schön. Es macht mich glücklich.“ Wenn man dann am Brot kauend gegenkündete: „Joh, Rosen sind schon toll.“ erzählte er einem seine Erfahrungen mit dem Buddhismus. Entspannt seien sie, die Buddhisten, im Hier und Jetzt lebend und nicht so sehr aufs Geld aus wie hier die Leute. Sie strebten nach Einheit mit dem Kosmos und er habe sich jetzt ebenfalls auf den Weg gemacht diese Einheit zu erfahren. „Hmm!“ versuchten einige ihm zuzustimmen und sich mit ihrem Käsebrot auf eine andere Ecke des Schulhofes zu verdrücken. Der H. war ja eigentlich nett, aber eben auch anstrengend und besonders anstrengend war er, wenn er seine buddhistische Stunde hatte.
Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob er vor seinen Drogenexzessen anders war, mir ist nur in Erinnerung, dass wir ihn davon abhalten wollten alles in beliebiger Kombination auszuprobieren. Wir hatten zwar Carlos Castaneda gelesen, mochten aber den ganzen Thesen von der Bewusstseinserweiterung und den neuen Erfahrungen und Rhabarber und Kram nicht folgen. Nun ja, die Meisten wollten das nicht. H. ließ sich davon immer mehr in den Bann ziehen und da wir es ihm ausreden wollten, suchte er sich andere Freunde. In der Schule traf man sich natürlich noch, der Kontakt zu ihm brach jedoch nach und nach ab. Eines Tages stellten wir fest, dass er nur noch in seiner eigenen Welt lebte. Er hatte seinen Pfad des Wissens beschritten.
Die Lehrer an unserer Schule bekamen nach einigen Monaten auch mit, dass H. seltsam und verschlossen wirkte, aber da für sie viele ihrer Schüler seltsam und verschlossen wirkten, ignorierten sie ihn zunächst und als er immer auffälliger wurde, machten sie ihm Druck.
Er wurde öfter als andere im Unterricht dran genommen und fing sich selbstverständlich einen Vermerk im Klassenbuch ein. Bei Klassenarbeiten fehlte er meist, so dass sie über die Benotung keinen Druck auf ihn ausüben konnten. Noten waren ihm egal. Versetzung war ihm egal. Dass er in zwei Jahren dann von der Schule musste war ihm klar und es war ihm egal. So konnten sie ihm nichts anhaben. Er war bedürfnislos und frei. Das machte viele unserer Lehrer rasend.
Sie konnten ihn nur im Unterricht zwiebeln.
Ich erinnere mich an einen Morgen. H. kam ohne Tasche, denn auf die Wahrung des Anscheins hatte er seit einiger Zeit verzichtet. Er setzte sich an seinen Platz in der Mitte des Klassenraums und träumte in die Welt.
Der Unterricht begann. Ich glaube es war Englisch und wir sollten Konversation üben, wahrscheinlich irgend sowas wie „What did you do after Dinner?“ oder Holidays oder was weiß ich. Der Englischlehrer hatte es sich anscheinend vorher sehr schön ausgemalt und fing die Befragung in der Reihe, in der H. saß, an. Einer nach dem Anderen leierte genervt seinen Sermon herunter. Wir ahnten was kommen würde. Dann war H. an der Reihe:
„Now it’s your turn!“
H. reagierte nicht. Der Lehrer wiederholte seine Aufforderung. H. träumte im Klassenraum herum und hatte nichts mitbekommen. Der Lehrer brüllte los. H. schreckte zusammen und murmelte verstört:
„Was wollen Sie den von mir, ich will doch hier nur sitzen. Ich hab‘ doch nix schlimmes gemacht?“
Die Brüllerei ging weiter, der Direktor wurde geholt und H. für den Tag vom Unterricht suspendiert. Es war ihm egal. Er setzte sich einfach auf den Rasen vor der Schule und wartete bis der Unterricht zu Ende war. Dann ging er wie jeden Tag nach Hause.
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„Es gibt zu viel Scheiße für einen einzelnen Käfer!“
g. | Montag, 28. März 2011, 08:29 | Themenbereich: 'Fundstuecke'
Alles im Griff? Arte befragte Beschäftigte von Kernkraftwerken.
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Fundstücke 09. bis. 12. KW 2011
g. | Freitag, 25. März 2011, 05:44 | Themenbereich: 'Fundstuecke'
Hintergründe und Sichtweisen:
Über deutsche Kulturpolitik im Ausland (1992)
Der unglücklichste Mann ist der, der einen Löwen reiten oder den Jemen regieren muss, heißt es in einem vielzitierten Sprichwort.
Kuno Füssel: Nur die Abkehr vom Opfer- und Vergeltungsdenken macht aus der Religion ein friedfertiges Geschäft.
Erwin Marquit: Zu den November-Wahlen 2010 in den USA
Robert Misik über ‚linke‘ Sprache, Freiheit und Gerechtigkeit
Franz Walter kommentiert die Studentenproteste der letzten zwei Jahrzehnte
Ein Blog über digitale interaktive Medien und politische Kommunikation
Wussten die deutschen Soldaten vom Holocaust?
Ja, sagt Annette Schücking-Homeyer, die als Rot-Kreuz-Helferin ein Soldatenheim hinter der Ostfront leitete. Über den Judenmord sei ganz offen gesprochen worden - in der Hoffnung auf Beförderung habe sich mancher sogar freiwillig zu Erschießungen gemeldet.
Der japanische Philosoph Kenichi Mishima spricht im FR-Interview über die Situation in Japan, die verzerrte Wahrnehmung des Westens und die Fehlentwicklungen der Demokratie.
Europa und die arabische Revolte
zu Libyen
Macht und Vermittlung
Berlin:
Hartmut Häußermann über das Verschieben der Probleme von Deutschlands Problemkiez Nummer eins zu den "sozialen Ghettos" rund um Berlin
„Berlin ist im Wesentlichen von Berlinern, Bundestagsabgeordneten und Touristen bevölkert. Die Berliner unterteilen sich in Schwaben, Migranten, Hartz-IV-Empfänger, Studierende, Kinderwagen-Schieberinnen, Location Scouts, BVG-Mitarbeiter und Ordnungsamtler. Man kann sie alle oft nicht auseinanderhalten.“
Sonstiges:
Die Reichtumsuhr
Eine neue Sicht auf Mozart (1)
Eine neue Sicht auf Mozart (2) (ziemlich dünne und nicht ganz so neu wie behauptet)
Interview mit Sven Regener (2008)
Georg Seeßlen über Justin Bieber
Die Rote Ruhr Uni
Lexikus: Volltexte online
Neue Wörter:
Gisbert Damschke über Schraubenzieher vs. Schraubendreher
Coffeetable-Book in den Häusern der Upper Class
amüsantes:
„Was ein Ansturm! Rentner, Japaner, alleinerziehende Mütter“
Selbst Schulklassen marodieren nur vereinzelt durch die Hallen
Dreifachrufe
Ja, sagt Annette Schücking-Homeyer, die als Rot-Kreuz-Helferin ein Soldatenheim hinter der Ostfront leitete. Über den Judenmord sei ganz offen gesprochen worden - in der Hoffnung auf Beförderung habe sich mancher sogar freiwillig zu Erschießungen gemeldet.
Berlin:
Sonstiges:
Neue Wörter:
amüsantes:
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Zustände
g. | Donnerstag, 24. März 2011, 05:21 | Themenbereich: 'Worte und Wendungen'
Neue Rechtschreibung: etwas zustande bringen
Alte Rechtschreibung: etwas zu Stande bringen
Je genauer man ein Wort ansieht, desto ferner guckt es zurück:
Alte Rechtschreibung: etwas zu Stande bringen
Je genauer man ein Wort ansieht, desto ferner guckt es zurück:
„Karl Theodor, Baron zu Guttenberg hat weder als Verteidigungs- noch als Wirtschaftsminister viel zu Stande gebracht.“
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Wundersame Maschinen XI
g. | Mittwoch, 23. März 2011, 05:13 | Themenbereich: 'so dies und das'
Die wohl ausgefeiltesten Maschinen wurden Mitte des 18. Jahrhundert von den Brüdern Jaquet-Droz, Uhrmachern aus der Schweiz, hergestellt.
Unzählige Besucher pilgerten zu den Automaten und noch mehr als ein Jahrhundert später konnte man den Schreiber, den Zeichner und die Organistin auf den Jahrmärkten der Welt gegen Eintrittsgeld bestaunen.
Die große Zeit der wundersamen Maschinen war damit vorbei. In späteren Zeiten namen sich zwar die Künstler und Schriftsteller dieses Themas weiterhin an, das Staunen hatte aber dann doch eine andere Qualität.
Unzählige Besucher pilgerten zu den Automaten und noch mehr als ein Jahrhundert später konnte man den Schreiber, den Zeichner und die Organistin auf den Jahrmärkten der Welt gegen Eintrittsgeld bestaunen.
Die große Zeit der wundersamen Maschinen war damit vorbei. In späteren Zeiten namen sich zwar die Künstler und Schriftsteller dieses Themas weiterhin an, das Staunen hatte aber dann doch eine andere Qualität.
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