Der hinkende Bote

Almanach für Matrosen, wie sie sein sollten

Mittwoch, 20. März 2013
Un’nochn‘ Tabu: Sex mit Tieren, …
Da ich es noch nicht geschafft habe, meine Gedanken zum Thema soweit zu ordnen, dass ich sie selbst verstehe, noch ein derber Witz:

Herbert kommt zum ersten mal in eine Bar und bemerkt auf einem Regal einen riesigen Glaskrug, gefüllt mit unzähligen 50 Euro-Scheinen.
Er fragt den Barkeeper: Entschuldigung, was hat es denn mit dem Glas voller Geldscheine auf sich? – Das muss ja ein Vermögen sein!
Sagt der Barkeeper: Also ich habe in meinem Lokal eine Wette laufen: Wer einen Fünfziger einzahlt und drei Aufgaben bewältigt, der bekommt den Krug samt Inhalt. Es sind aber sehr schwierige Aufgaben, wie Du Dir anhand der Menge der Scheine schon denken kannst!
Und was sind das für Aufgaben?
Nein, nein, erst zahlen, dann stelle ich die Aufgaben!
Also gut! – Er rückt einen Fünfziger raus.
Der Barkeeper stellt die Aufgaben:
Erstens: Du musst eine Liter-Flasche Tequila auf Ex austrinken, ohne abzusetzen. Und Du darfst dabei keine Miene verziehen.
Zweitens: Hinten im Hof ist mein Rottweiler angekettet, der hat einen lockeren Zahn. Den musst Du ihm mit bloßen Händen ohne Hilfsmittel ziehen.
Drittens: Im ersten Stock wohnt meine 80-jährige Oma, die hatte in ihrem Leben noch nie einen Orgasmus. Der musst Du es besorgen bis sie zum Höhepunkt kommt!

Herbert meint: Du spinnst wohl, das schafft doch kein Mensch!
Na gut, dann kommt der Fünfziger in den Krug.
Etwas verärgert trinkt Herbert ein paar Halbe Bier und mit dem Alkoholspiegel steigt auch sein Mut.
Er denkt sich: »Ein Fünfziger ist ein Fünfziger – Das pack ich jetzt!« und er ruft dem Barkeeper zu:
He Alder, wwoooo ischn nu die Tequila-Flllasche? Der Wirt gibt ihm die Liter-Flasche, Herbert setzt an und beginnt zu schlucken. Tränen rinnen ihm schon aus den Augen, sein Kopf wird rot, aber er verzieht keine Miene – und er trinkt die Flasche wirklich auf einmal aus!
Applaus bricht in der Bar aus und Herbert schwankt hinaus in den Hof zur zweiten Aufgabe.
Plötzlich hört man von draußen Kampfgeräusche: Bellen, Jaulen, Kratzen, Schreien – dann ist es still. Die anderen Gäste sind davon überzeugt, dass der Wettkönig draufgegangen ist. Doch da torkelt er zur Tür herein, die Kleider zerfetzt, übersät mit Biss- und Kratzwunden. – Die Menge tobt!
Als der Applaus abgeklungen ist ruft er:
Geschafft! – Und wo ist jetzt die Oma mit dem lockeren Zahn?


Wie gesagt, man muss obszöne Witze nicht komisch finden.
"Meine Frau meint, ich wäre total schlecht im Bett. Ich frag mich wie Sie das nach 30 Sekunden beurteilen will".

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Dienstag, 19. März 2013
Zwischenstück: Stromberg über Frauen


Einige werden es wohl nicht komisch finden, weil sie es nicht für übertrieben halten.

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Montag, 18. März 2013
Einige Betrachtungen zu prä- und postpubertären Obszönitäten
Bei uns im Kindergarten waren Ende der 50er Jahre Klein-Fritzchen-Witze sehr beliebt. Die Kleinen erzählten vom Kacken und Furzen und Vögeln. Zum Beispiel, dass Klein-Fritzchen auf dem Dachboden ein großes Loch mit einem Propeller darin entdeckt und denkt es wäre eine Toilette. Also zieht er sich die Hose herunter und kackt in das Loch im Boden. Seine Familie im Wohnzimmer unter ihm beschließt, den Ventilator anzuschalten, weil es etwas stickig ist.
Dieser Lieblingswitz meines damaligen Kumpels fand in unserer Kindergartengruppe hinter vorgehaltener Hand großen Anklang. Da aber bei uns zu Hause das Scheißen und Pissen nicht sonderlich tabubeladen war, fragte ich mich, was denn daran komisch sein solle. Zum Glück habe ich nicht unseren Pfarrer, vor dem ich Angst hatte, gefragt (es war ein konfessioneller Kindergarten). Ende der 50er Jahre hätte es vielleicht schamhaftes Beschweigen oder eine inquisitorische Befragung nach dem „Täter“ („Wer hat diesen dreckigen Witz erzählt?“) gegeben.

Vor einigen Jahren als eine Bekannte von mir noch Kita-Leiterin war, wurde sie mal von den Eltern eines Kindes mit dem Thema ‚sexueller Missbrauch‘ konfrontiert. Die Eltern beschuldigten einen Sechsjährigen des Missbrauchs, weil er mit einem gleichaltrigen Mädchen „kopulieren“ imitiert hatte. Die Beiden waren vollständig bekleidet und probierten im Garten der Kita aus, wie das wohl gehen sollte, was die Erwachsenen so tun. Sie sind nicht dahinter gekommen, wie die Erwachsenen das anstellen und auch nicht warum sie es überhaupt tun. Na egal, das Mädchen erzählte zu Hause davon und der Skandal war riesengroß. Dass auch Fünfjährige die Neugier in Bezug auf Sex u. ä. plagen könnte, spielte wohl keine große Rolle.

Manchmal frage ich mich, ob es in den letzten 50 Jahren wirklich so große Veränderungen bezüglich moralischer Tabus gab, oder ob sich nur die Peinlichkeitsformen der Tabus verändert haben. Vor 50 Jahren wurden die Moralvorstellungen der Kirche verantwortlich gemacht, woher rühren die Tabus der Gegenwart?

Ob bei Kinder die Klein-Fritzchen-Witze immer noch beliebt sind? Im Netz jedenfalls sind solche Witze nur noch in der Erwachsenenform zu finden:
Fritzchen sitzt mit seinen Eltern in der Oper. Plötzlich fragt er: 'Warum droht der Mann denn der Frau mit seinem Stock?' - 'Aber Junge, der droht nicht, das ist der Dirigent!' - 'Und warum schreit sie dann so?'
Fritzchen kommt aufgeregt zum Lehrer: "Mein Papa kann zaubern!"
"So, was kann er denn zaubern?", fragt der Lehrer.
"Er kann machen, dass die Luft stinkt..."
Eine zeitgenössischere Form der Pubertätswitze: Two and a half men - Charlie Waffles live - Ich hab einen Schnabelbecher (Mamas Busen)

und so weiter

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Freitag, 15. März 2013
Wortspiele und andere obszöne Kunstformen für die intellektuelle Mittelschicht
Zunächst erstmal eines meiner Lieblingsgedichte (Der Autor ist mir nicht bekannt)
„Ach liebes Gottchen,
behüt‘ unser Lottchen
vor Regen und Sturm
und vor dem bösen Hosenwurm!“

bei dem Thema darf natürlich Otto als Vertreter des Volksstammes, dessen „Hauptanliegen darin besteht, alles zu begatten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist“ nicht fehlen:

Wenn er die Bühne betritt geht es los: Der Verein 'Wandervögel' hat sich getrennt. Die einen wollten nur noch wandern, die anderen nur ...
Als "Chefarzt Dr. Dauerbruch" entdeckt er in "Mein schmutzigster Fall" bei einem Staubsauger "Beschwerden bei der Staubaufnahme, unzufriedenes Brummen bei der Arbeit".
Das Problem ist schnell gefunden: "totale Sackverschmutzung" und führt auch pfeilgerade zur Therapie "Sacktransplantation". "Schwester! Zange! Schlüpfer ... äh, Tupfer". Nach der Operation wird reichlich unvermittelt um "sackdienliche Hinweise" gebeten und mit einem fröhlichen "Sack beim Abschied leise Servus" endet die Szene.

Infantil? Na klar! Sonst hätte es Otto nicht ins Familienprogramm geschafft.






Komplexer und aggressiver ist da Christian Ulmen mit seiner Figur des vermeintlichen Unterschichtlers Uwe Wöllner.

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Donnerstag, 14. März 2013
der obszöne Witz für die niederen (?) Stände
Herbert Hisel war der Altmeister des unflätigen Humors, aber sexistische Witze sind nicht zu finden, nur klassische Eheklagen.





Und für die ganz Harten: Fips Asmussen

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Mittwoch, 13. März 2013
Ein anatomischer Merkspruch
Der männliche Sexualakt (Erektion/Ejakulation) wird vom autonomen Nervensystem geregelt. Und zwar von dessen BEIDEN Anteilen, die, wie man hoffentlich weiß, _S_ympathicus und _P_arasympathicus heißen. Nur: welcher Teil des autonomen Nervensystems macht jetzt was? Wer erigiert, wer ejakuliert?
"_P_oint and _S_hoot!"
Endlich mal ein begrüßenswerter Beitrag der Waffenlobby! (Helmut Wicht, Scienceblogger, Dozent an der Frankfurter Universität, über Neurobiologie, Anatomie, Philosophie, Gott und die Welt.)

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Dienstag, 12. März 2013
Poppen nur bei Liebe

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Montag, 11. März 2013
Voluptas, die ins Verderben führende Lust
Voluptas

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Donnerstag, 7. März 2013
„Wie tun es die anderen?“ Heute: Die Inselbewohner
Man tuts auf den Komoren
mit angelegten Ohren
Man tuts auf den Lofoten
mit schräggestellten Pfoten
Man tuts auf den Kykladen
mit abgespreizten Waden
Man tuts auf den Molukken
genauso, nur im Ducken
Man tuts auf den Seychellen
an höchstversteckten Stellen
Man tuts auf den Kurilen
nach stundenlangem Zielen
Man tuts auf den Antillen
in Trance, wie wider Willen
Man tut es auf der Insel Juist
indem man durch den Schniepel niest.“

(Robert Gernhardt)

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Mittwoch, 6. März 2013
die fesche Lola
„Ich bin die fesche Lola, der Liebling der Saison!
Ich hab' ein Pianola zu Haus' in mein' Salon
Ich bin die fesche Lola, mich liebt ein jeder Mann
doch an mein Pianola, da laß ich keinen ran!

Ich bin die fesche Lola, der Liebling der Saison!
Ich hab' ein Pianola zu Haus' in mein' Salon.
Und will mich wer begleiten da unten aus dem Saal,
dem hau' ich in die Saiten und tret' ihm aufs Pedal!“

die femme fatale (in den Augen des Spießers) und das ungebührliche Betragen der Anderen

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